Mag. Karl Staudinger

Psychodrama

In Österreich ist Psychodrama als Psychotherapiemethode gesetzlich und von den Krankenkassen anerkannt. Psychodrama-Therapie beruht auf einer eigenständigen psychodramatischen Persönlichkeits- und Entwicklungstheorie.

Psychodrama ist eine gruppen- wie auch eine einzelpsychotherapeutische Methode. Sie wurde von Jakob Levy Moreno (1889-1974) entwickelt und ist eine der ältesten Psychotherapieformen.

Moreno verstand Psychodrama als eine „Einladung zur Begegnung“: die Beziehung Therapeut – Klient wie auch die Gruppe an sich ermöglichen heilsame Begegnung.

Die Klienten erzählen im Psychodrama ihr Anliegen nicht nur, sondern setzen sie auf einer sogenannten Bühne mit Hilfe des Therapeuten in Szene. In der Gruppe übernehmen andere Gruppenteilnehmer für den jeweiligen Protagonisten wichtige Rollen.

In der Einzeltherapie spielt der Klient selber (mehrere) wichtige Rollen unter Anleitung und Begleitung des Therapeuten nacheinander. Die Rollenübergabe erfolgt in der Einzeltherapie an Gegenstände im Praxisraum, die zu Hilfsobjekten werden: Menschen, Tiere, Pflanzen, Gefühle (Angst, Wut, Trauer, Schmerzen etc.) und abstrakte Inhalte (Einsamkeit, Leere, Chaos-Gefühl, Gedächtnisverlust, Lernblockaden etc.) werden so nach außen gebracht und darstellbar.

In dieser szenischen Bearbeitung (psychodramatisches Spiel) – wird unter Anleitung und Begleitung des Therapeuten Reden in Handeln und Tun umgesetzt.

Es gibt viele Arrangements und Techniken, mit deren Hilfe der Therapeut den Klienten dabei unterstützen kann, sein Spiel zu spielen: Doppeln, Spiegeln, Rollentausch, leerer Stuhl, usw.

Das Wichtigste beim Psychodrama ist jedoch nicht das psychodramatische Spiel sondern die Aufarbeitung desselben. In der Gruppe bekommt der Spieler viele Rückmeldungen von den anderen Teilnehmern: zu seinem Handeln, zu seiner Rolle und auch zu den bei den Mitspielern ausgelösten eigenen Anteilen und Gefühlen (Sharing).

 


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